Social Media Strategie 2020

Du bist bereits in Social Media, aber noch keineswegs strategisch? Du postest zwar fleißig, gewinnst aber keine neuen Kunden und Kundinnen? Du fragst dich, ob Facebook als dein einziger Social Media Kanal noch zeitgemäßg ist und warum deine Inhalte nicht performen?

Dann brauchst du eine Social Media Strategie. Und am Anfang dieser Strategie steht immer deine Zielgruppe. Um die richtigen Zielgruppen, Ziele, Taktiken und letztlich auch die richtigen Social Media Kanäle auszuwählen, arbeite ich am liebsten mit dem POST-Framework. Es hat sich als Strategie absolut bewährt und stand bereits in der ersten Auflage von Follow Me!

Das bewährte Modell für eine Social Media Strategie – das POST Framework

Das POST-Framework ist ein hervorragendes Modell, mit dem du Social Media Marketing zielgerichtet angehst, sodass wirklich auch neue und interessierte Kunden zu dir gelangen, die deine Produkte und Dienstleistungen bestellen.

In meinen Social Media Beratungen und Social Media Workshops zeige ich dir und deinem Unternehmen, wie du Stück für Stück deine Zielgruppe analysierst und die richtigen Social Media Ziele definierst. Wir gehen alle Phasen dieses Modells durch und ich zeige dir die effektivesten Wege, um an dein Ziel zu gelangen.

Im ersten Schritt der Strategie musst du deine Zielgruppe genau durchleuchten. Es gibt nicht nur die eine Kundin oder den einen Kunden, sondern immer verschiedene Kundentypen, die du analysieren musst. Diese Kundentypen haben in der Regel unterschiedliche Wertesysteme, sind in anderen Sozialen Netzwerken unterwegs und vor allem sie haben alle ganz unterschiedliche Probleme, die du für sie lösen kannst. Diese Pain Points findest du mit den Monitoring Tools, die ich dir zeigen werde und durch Tiefeninterviews herausfindest.

Sobald du dein Zielgruppenpotenzial in Social Media ausgelotet und Klarheit über die Herausforderungen deiner Wunschkunden hast, kannst du dir Ziele in Social Media setzen. Bei dieser Zieldefinition gehen wir von deinen Business- oder HR-Zielen aus (natürlich lassen sich auch neue Mitarbeiter*innen über Social Media gewinnen) und brechen sie auf Social Media KPI herunter. Ich zeige dir, welches die wichtigsten KPI in den jeweiligen Social Media Kanälen sind – von Facebook, Instagram über Pinterest, LinkedIn und Twitter. Wenn du genau nach diesem Beratungsangebot gesucht hast, nimm gerne mit mir Kontakt auf.

Im letzten Schritt legst du deine jeweiligen Strategien fest und erstellst für jeden Kanal eine eigene Content Strategie und überlegst dir, wie du mit Paid Media deine Inhalte sinnvoll distribuierst. Hier kannst du dir auch überlegen, welche Kooperationen mit Influencern taktisch sinnvoll sein könnten und welche Technologie-Trends (AR/VR) du nutzen willst. Jetzt ist es an der Zeit, die Social Media Kanäle, deren Taktiken und Mechaniken sowie wichtigsten Trends genauer ansehen. Hier habe ich dir einmal die wichtigsten Social Media Trends 2020 für dich zusammengestellt.

© www.lauraliebt.de

Facebook Trends 2020

Die organische Reichweite für Facebook-Seiten ist spätestens seit der letzten großen Algorithmus-Anpassung im Januar 2018 endgültig eingebrochen. Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal stand Mark Zuckerberg unter Druck und hatte den Facebook Newsfeed komplett umgekrempelt. Beiträge von Nutzer*innen sollen nun wieder im Vordergrund stehen und die Menschen wieder mehr zusammenbringen.

Ist Facebook passé? Totgesagte leben länger

Ist das Facebook gelungen oder ist Facebook nur noch ein Dinosaurier unter den Sozialen Medien? Tatsache ist, dass Facebook noch immer die Social Media Plattform mit den meisten Nutzer*innen in Deutschland ist und weder das gehypte TikTok noch LinkedIn oder Instagram daran herankommt. Laut Kontor4 kommt Facebook auf 32 Mio. aktive Mitglieder, LinkedIn auf 14 Mio., XING 17 Mio., Instagram auf 17 Mio., Pinterest auf 6 bis 7 Mio. und TikTok auf 5,5 Mio. Mitglieder. Auch aus meinen Gesprächen und Analysen weiß ich, dass viele meiner Kunden mit Facebook noch immer die meisten Reichweiten generieren. Doch nur aus einem Grund: Weil sie Facebook Anzeigen schalten.

2020 geht für Unternehmen und Marken ohne Mediabudget nicht viel auf Facebook. Der Facebook Werbeanzeigenalgorithmus ist ein mächtiges Tool, um zielgerichtet Konsumten und Kunden anzusprechen. Dabei muss man jedoch schlau vorgehen. Mit ein paar Sponsored Posts im Jahr ist es nicht getan. Du brauchst Paid Media Strategien und musst wissen, wie man einen Ads Funnel aufbaut. Besonders spannend sind dieses Jahr defintiv Conversational Ads über den Facebook Messenger.

Facebooks Nutzeraktivität sinkt

Wenn ich in meinen Social Media Workshops frage, was die Facebook-Nutzer*innen auf der Plattform machen, dann antworten sie “Veranstaltungen speichern und Geburtstage merken”. Vielleicht geht es dir ja auch so. Zumindest deckt sich diese Aussage mit den aktuellen Statistiken zur Nutzeraktivität. Laut dem “Social Media Industry Benchmark Report” von RivalIQ betrug die durchschnittliche Engagement-Rate im Jahr 2019 auf Facebook 0,09 % und hinter der von Instagram (1,6 %). Die Nutzer sind nicht mehr so aktiv wie vor Jahren und auch das wirkt sich negativ auf die organische Reichweite aus.

Es lohnt sich aus meiner Erfahrung nicht, in den Aufbau oder Ausbau der organischen Reichweite auf Facebook zu investieren. Es gibt nur noch wenige Formate, die gut performen, wie zum Beispiel Facebook Livestreams exklusiver Events, Veranstaltungen, Quizze, Zitate. Meine Empfehlung lautet daher, den strategischen Instagram Content auf Facebook zu spiegeln und um exklusive Inhalte wie zum Beispiel Livestreams mit Influencern zu ergänzen.

Facebook Gruppen – die letzte Social Media Bastion

Wo du tatsächlich noch organische Reichweite abschürfen kannst, sind Facebook Gruppen. Genauer betrachtet, sind Facebook Gruppen die letzte echte Social Media Bastion, die Facebook hat. Ein geschützter digitaler Ort ohne Hater-Kommentare, wo sich Nutzer*innen unter ihresgleichen austauschen können. Marken und Unternehmen können selbst in Facebook Gruppen aktiv werden, den Gesprächen lauschen oder eine eigene Gruppe aufsetzen und damit eine Community aufbauen.

Instagram Trends 2020

Instagram hat sich gemausert. Von der kleinen Tochter zu einer voll umfänglichen TV und Shopping-App. Genauer betrachtet, ist Instagram Facebooks größte Konkurrenz aus den eigenen Reihen – oder seine letzte Hoffnung? Immer mehr Nutzer*innen wandern von Facebook zu Instagram. In Deutschland nutzen es bereits 17 Mio. Menschen aktiv. Weltweit zieht die App 1 Mrd. aktive Nutzer an und 500 Mio. nutzen jeden Tag Instagram Stories. 90 % der Instagram Nutzer*innen sind übrigens unter 35 Jahre alt.

Marketern stehen bei Instagram vier spannende und sich ergänzende Kanäle in einer App zur Verfügung: Instagram Feed, Instagram Stories, Instagram TV und Instagram In-App-Shopping. Gerade die Nutzung der In-App-Checkout-Funktion dürfte in den nächsten Monaten und Jahren explodieren, denn 90 % der Konten auf Instagram folgen einem Unternehmen (interne Instagram Daten, Oktober 2019) und 60 % der Personen geben an, dass sie auf Instagram von neuen Produkten erfahren (Instagram-Nutzerumfrage, November 2015).

Unternehmen brauchen instagrammable Content

Die Nutzer*innen folgen jedoch nur dann einem Unternehmen, wenn die Inhalte relevant und unterhaltsam sind. Deshalb ist es für den Instagram Erfolg unerlässlich, eine Instagram Content Strategie zu entwickeln. Die Nutzer*innen verlassen nur ungern die App, um auf andere Seiten, z.B. Blogbeiträge oder Onlineshop zu gehen. Laut eMarketer wird die aufgewendete Zeit in Instagram bis 2021 enorm zunehmen, während sie auf Facebook abnimmt und bei Snapchat stagniert. Die Inhalte müssen deshalb “instagrammable” sein. Heißt das jetzt Video? Nicht zwingend. Es müssen echte Daumenstopper sein, wie zum Beispiel Listicals oder Infografiken, die sofort einen Mehrwert stiften oder Animationen, bei denen die Nutzer etwas tun müssen.

https://www.instagram.com/p/B7yoQpdAEyy/

Saves sind die neuen Super-Likes

Die größte Veränderung beim Instagram Algorithmus steht noch bevor. Die Abschaffung der Herzen, die schon Ende 2019 bei einzelnen Accounts getestet wurde. “Die Idee ist, jungen Menschen den Druck zu nehmen und Instagram weniger als Wettbewerb zu verstehen”, sagte Instagram-CEO Adam Mosseri. Nicht nur Druck erzeugen die Herzchen. Gemäßg einer Studie von frontiers in Behavioral Neuroscience ist die Bestätigung im Internet (durch Likes und Herzen) vergleichbar mit dem Drogenkonsum. Likes auf Facebook und Herzen auf Instagram führen zu einem erhöhten Dopaminausstoß, von dem die Nutzer*innen immer mehr wollen. Jeder, der schon Likes auf ein Post bekommen hat, kennt dieses Gefühl. Also so ziemlich jede oder jeder, der das gerade liest.

Das Sammeln von Herzen wird ein Ende haben, aber es wird eine neue Währung geben. Auf Instagram sind jetzt Saves die neuen Super Likes, gefolgt von Kommentaren. Sie sind die harte Währung, die es sich mit guten Inhalten zu verdienen gilt. Ein Format, welches in den letzten Monaten besonders herausgestochen hat, um sich diese Saves zu verdienen, sind Carousel Posts bei Instagram mit einem klaren Call-to-Action, den Beitrag am Ende zu speichern – sowohl im Postingtext als auch im Carousel.

https://www.instagram.com/p/B3t0D_Kodsh/

Instagram Feed vs. Stories

Anfang des Jahres 2019 redeten alle über Stories, Stories und nochmals Stories und vergaßen indes sich auch um einen ansprechenden Instagam Feed zu bemühen. Tatsächlich schauen sich die Nutzer*innen lieber Instagram Feed Posts als Stories an. Es lohnt sich daher, in einen wiedererkennbaren gebrandeten Instagram Grid-Style zu investieren.

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